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Die medizinische Begründung einer Korrekturoperation leitet sich in erster Linie aus der Einengung des Brustraumes und der Behinderung der Brustorgane ab. Weitere Gründe sind die Fehlbelastung der Wirbelsäule (Rückenbeschwerden, Haltungsfehler) infolge der Rippenfehlstellung mit gehäuften Rückenschmerzen.
Für viele Patienten stellt die psychische Belastung -bis hin zu schweren psychosozialen Problemen- im Vordergrund.
Der individuelle Leidensdruck hängt in erheblichem Maße von subjektiven Faktoren und von der Umwelt ab. Ein häufiger Grund, der zur Behandlung führt, ist die seelische Belastung, die das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude schon bei Jugendlichen erheblich beeinträchtigen kann. Nicht selten führen auffällige Deformierungen zu schweren Verhaltensstörungen, Partnerproblemen und zu langwierigen kostenintensiven Psychotherapien.
Die Frage einer funktionalen Behinderung von Herz und Lungen wird am besten von einem Internisten (bzw. Kinderarzt), Kardiologen, Pulmologen oder einem Sportmediziner beurteilt. Die "Raumforderung" (Beeinträchtigung von Herz und Lungen) lässt sich am besten auf Grund eines Computertomogramms (CT) beurteilen (Radiologe/Röntgenfacharzt). Bei gleichzeitigen Rücken-/Wirbelsäulenproblemen sollten Sie auch einen Orthopäden aufsuchen.
In jedem Fall sollte aber der organische Befund von einem erfahrenen Arzt beurteilt werden. Ob eine Operation notwendig ist und welche Operationsmethode sich eignet, muss von Fall zu Fall entschieden werden und hängt nicht zuletzt von der Erfahrung des Arztes ab, der Sie berät.

