Ursachen und Formen
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Ursachen und Formen

Was ist eine Trichterbrust?

Die Trichterbrust ist eine von vielen möglichen Varianten einer Brustwandverformung. Vom Idealbild eines Brustkorbes ausgehend besteht bei der Trichterbrust (lat.: pectus excavatum) eine zumeist asymmetrische Einziehung der zentralen Partien des vorderen Brustkorbes, in der Regel unter Beteiligung des unteren Brustbeines. Eine Kielbrust (lat.: pectus carinatum) bezeichnet hingegen eine knöcherne und knorpelige Vorwölbung in derselben Region.

Häufig bestehen bei Brustwanddeformitäten gleichzeitig Verformungen der Rippenbögen oder auch Veränderungen der Wirbelsäule sowie Zeichen einer allgemeinen Haltungsschwäche.

Welche Beschwerden können auftreten?

Kinder und Jugendliche sind meist noch beschwerdefrei, da der Brustkorb in den ersten Lebensjahrzehnten elastisch ist und die Organe bei allmählicher Entwicklung Zeit haben, sich anzupassen. Dagegen häufen sich bei Trichterbrust belastungsabhängige Beschwerden (z.B. Herzjagen) und Leistungsschwäche mit zunehmendem Alter. Diese Beschwerden können durch die Einengung des Brustraumes - stärker in aufrechter Körperstellung - verursacht werden. Das Herz hat zu wenig Platz, um bei Bedarf sein Schlagvolumen zu erhöhen, daher muss es schneller pumpen. Auch das Atemvolumen kann eingeschränkt sein. Durch die Fehlstellung der Rippen kommt es ferner bei Trichter- oder Kielbrust zu einer Fehlbelastung der Wirbelsäule mit der Folge gehäufter Rückenschmerzen.

Ursachen und Formen

Für die Entstehung der Trichter- und Kielbrust sind erbliche Faktoren, Weichheit des kindlichen Rippenknorpels (Fermentstörung im Knorpelstoffwechsel) und mechanische Kräfte verantwortlich. In etwa der Hälfte der Fälle sind ähnliche Deformitäten bei Familienangehörigen bekannt.

Ungünstig wirken sich bei Jugendlichen Haltungsschwächen aus, die das Gleichgewicht der Brustwand stören. In vielen Fällen wird die Verformung während des Hauptwachstumsalters besonders auffällig.

Die Formen der Brustwanddeformitäten sind nicht geschlechtsspezifisch, auch wenn sie bei Jungen bzw. Männern häufiger auftreten. Bei weiblichen Patienten können zusätzliche plastisch chirurgische Eingriffe (z.B. Implantate) erforderlich sein.

Zu Stoffwechselerkrankungen (z.B. Rachitis) besteht keine Beziehung.